Hier kommen unsere Reitschüler und Lehrgangsteilnehmer zu Wort

Ina : Pferde waren für mich schon immer faszinierende Geschöpfe, ich hatte aber nie die Gelegenheit, sie kennenzulernen. Auf dem Hof Sternengold habe ich,
auch als Erwachsene, diese Möglichkeit. In entspannter Atmosphäre und unter fachkundiger Anleitung konnte ich hier Pferde und ihr Verhalten kennenlernen. In meiner Geschwindigkeit habe ich so erst
das Putzen und sichere Führen gelernt, um dann auch mit dem Reiten zu beginnen. Hinzukommt, das die Entspannungs-und Körperwahrnehmungsübungen auf dem Pferd ein unglaublich toller Ausgleich zu meinem
anstrengenden Job sind !

Bianca (Münster, Westfalen) und Papillon:
Hallo, mein Name ist Papillon. Seit 2006 haben meine Besitzerin Bianca und ich bei Simone Unterricht. Kennengelernt haben wir Simone 2005 bei einem
Bodenarbeitskurs. Die Art des Unterrichts gefiel uns so gut, dass wir dabei geblieben sind. Simone legte den Unterricht auf meine körperlichen und seelischen Schwächen entsprechend aus und war auch
während des Unterrichts sehr flexibel (mogeln, trixen zwecklos). Wurde ich bei der Übung zu stressig, wählte sie einen anderen Weg. Wir begannen mit Bodenarbeit zur Vertrauensförderung und zum
Stressabbau. Zusätzlich wurde ich longiert und erlernte einige Zirkuslektionen, die super viel Spaß machen. Das Lerntempo bestimmte dabei immer ich. Mittlerweile ist das Training richtig anstrengend,
da meine Besitzerin von Simone sehr gut im Beobachten geschult wurde. Die Kommandos erfolgen mittels feinster Signale (Körpersprache, Gertensignal etc.) und zum richtigen Zeitpunkt. Meine Besitzerin
kann jetzt – dank Simone – erkennen, wann ich genug habe und nicht mehr aufnahmefähig bin. Für mich wird das Mogeln beim Training immer schwieriger (von wegen Hals gedehnt, aber Hinterhand
schlurfend). Aber ich gebe nicht auf, sonst wird es langweilig. Schließlich muss meine Besitzerin ja auch bei Laune gehalten werden und dazu lernen. Ich kann nur jedem meiner
Pferdekumpels den Unterricht bei Simone empfehlen, da der Mensch mindestens doppelt so viel lernen muss.
Bianca: Mein Pferd Papillon ist ja schon zu Wort gekommen. Damit ihr aber auch wisst wie ich das Ganze erlebt habe, der Rest der Geschichte. Für mich steht
nicht das Reiten im Vordergrund, ich habe Spaß an Bodenarbeit und allem was dazu gehört. Mein großes Ziel ist es wieder Kutsche zu fahren.
Vor dem ersten Kurs bei Simone, dachte ich Papillon beherrscht die Kommandos und ist ausgeglichen. Pustekuchen. Der Bodenarbeitskurs 2005 (eigentlich waren
Zirkuslektionen geplant) machte es deutlich. Von wegen still stehen und auf Abstand führen. Mir wurde bewusst, dass Papillon sehr stressig und verspannt war und die Kommunikation alles andere als
perfekt. Obwohl wir keine Zirkuslektion erarbeiteten, war ich über die Hinweise, Erläuterungen (wieso, weshalb und warum) und Führübungen zum weitern üben dankbar. Ab Sommer 2006 trafen wir uns mit
Simone regelmäßig einmal im Monat zum Unterricht mit dem Ziel Papillon wieder vor die Kutsche zu spannen. Hier merkte ich bei jeder Unterrichtseinheit wie flexibel Simone war und immer geduldig meine
Fragen beantwortete. Auch ich brauchte zwischendurch kurze Pausen um meine Gehirnknoten zu lösen. Ich musste genauso viel arbeiten wie Papillon und erlernte eine enorme Reaktionsgeschwindigkeit.
Trotzdem hatten wir viel Spaß. 2007 folgte ein Intensivtraining, bei dem Simone noch weitere Eigenheiten bei Papillon auffielen. Somit begannen wir fast wieder bei Null. Simone gab mir Tipps
zur Fütterung und Herdenzusammenstellung für Papillon, deren Umsetzung sich auch auf das Training positiv auswirkte. Zusätzlich unterstützte ich Papillon homöopathisch. 2008 dachte ich es geht
gar nicht mehr vorwärts. Aber dank Simones aufmunternder Worte und Hinweise wie viel wir schon erreicht haben blieb ich am Ball. Seit 2009 geht es konstant bergauf und wir können immer größere Hürden
nehmen. Zur Bodenarbeit (Longieren, Seitengänge etc.) ist noch die Langzügelarbeit als Vorbereitung aufs Fahren dazu gekommen. Hierbei merkte ich erstmalig wie groß meine Defizite sind und wie
oberflächlich meine vorangegangenen Fahrkurse waren. Papillon ist ein Pferd, das auf kleinste Hilfen reagiert und manchmal auch Gedanken lesen kann, was eine extrem korrekte Hilfengebung am Langzügel
erfordert. Es kostete mich etliche Übung bis ich Papillon auch in die Richtung lenkte in die ich wollte. Durch die entsprechende Erarbeitung der Basics und viel Geduld änderte er seine Einstellung
bei der Langzügelarbeit von "Ich bin gestresst und renn dann mal weg." zu „Gibst du keine präzisen Anweisungen, bleibe ich stehen bis du weißt, was du tun musst.“ Dies führte schon zu einigen beinahe
Auffahrunfällen (Papillon stand extrem abrupt, ich lief weiter).
Dank Simone haben wir es geschafft und sind auf einem guten harmonischen Weg miteinander. Ich kann Simone jederzeit anrufen und Fragen
stellen.
Hof Sternengold
